Der Weinberg

Der ökologische Weinanbau im Brühler Hof

Umstellung
Durch Anpflanzung weiträumiger, gut durchlüfteter Rebanlagen mit Zeilenabständen von 2,80 und mehr schaffte bereits Karl-Heinz Müller in den 70er Jahren ungewollt beste Voraussetzungen für die spätere Umstellung auf ökologischen Anbau. Der konsequente Verzicht auf Düngemittel und Herbizide jeglicher Art leitete bereits ab 1985 die Umstellung ein. Mit dem Jahr 1991 war die Umstellung aller Weinberge geschafft.

Begrünungs-Management statt Bodenbearbeitung und Kunstdünger
Energie
Der Boden ist ein lebendiger Organismus. Mit Hilfe der Begrünungspflanzen führen wir dem Boden die Energie der Sonne zu und sichern so die Ernährung der Reben.
Ein Verzicht auf Begrünung und den sich daraus bildenden Humus würde Energiezufuhr von außen erforderlich machen. Kunstdünger kosten Geld. Bei ihrer Produktion wird Energie verbraucht und Treibhausgas emittiert. Dies belastet die Umwelt und ist nicht nachhaltig.

Gründüngung
Auf unseren sehr tonhaltigen von Natur aus nährstoffreichen Böden können wir auf jegliche Mineraldüngung, auch auf die im Bioanbau erlaubten Gesteinsmehle, verzichten.
Die Rebgassen werden im Wechsel teils mit ausdauernden Pflanzen (Dauerbegrünung), teils nur über den Winter (Winterbegrünung) begrünt. Die dauerbegrünte Gasse wird über Sommer 2-3 Mal mit einem Front-Tellermähwerk gemäht. Das Mähgut, welches nur abgeschnitten, aber nicht zerkleinert ist, bleibt zur Beschattung und Verrottung liegen, verhindert somit eine zu starke Austrocknung des Bodens und reichert ihn mit Humus an. Wenn die bodenständischen Wildkräuter und Gräser die eingesäten vielfältigen blühenden Begrünungspflanzen nach ca. 4-6 Jahren verdrängt haben, wird erneut eingesät. Mit der Zusammensetzung der Dauerbegrünungsmischung verfolgen wir das Ziel, möglichst viele verschiedene Kräuter, darunter auch Wildkräuter mit unterschiedlichem Wurzeltiefgang, unterschiedlicher Wuchshöhe und unterschiedlichem Blütezeitpunkt zu kombinieren. So wird der Boden bis in tiefere Schichten durchwurzelt und die Krümelstruktur durch die Wurzelausscheidungen stabilisiert. Dadurch verdichtet sich der Boden durch die erforderlichen Überfahrten mit dem Traktor weniger und die Reben leiden nicht unter Sauerstoffmangel, welcher die auf unseren tonreichen Böden so gefürchtete Eisenmangel-Chlorose auslöst. Ein hoher Anteil Stickstoff sammelnder Leguminosen (Klee, Luzerne, Wicken) in der Begrünungsmischung sorgt durch deren allmähliches Absterben für eine anhaltende Stickstoffquelle für die Reben.

Wasser
Die geringen Jahresniederschlagsmengen von nur ca. 550 mm erlauben es leider in den wenigsten Jahren, jede Zeile über Sommer zu begrünen. Daher wird jede zweite Rebgasse erst im August durch Einsaat von schnell wachsenden Begrünungspflanzen, oder durch Belassen der auskeimenden bodenständischen Wildkräuter (überwiegend Vogelmiere) begrünt und im Frühjahr umgebrochen, um Wasser für die Reben einzusparen. So kann die Begrünung die Herbst- und Winterniederschläge nutzen, um in Form von organischer Masse neue Energie im Boden anzureichern für die Ernährung der Reben im nächsten Sommer. In nassen Sommern darf sich der Boden nach dem Winterbegrünungsumbruch im Frühjahr direkt aus bodenständischen Kräutern und Gräsern wieder neu begrünen, um ein zu hohes Stickstoffangebot für die Reben zu verhindern. Hohe Anfälligkeit gegen Pilzkrankheiten und vorzeitige Traubenfäule wären die Folge. Bei Trockenheit werden die winterbegrünten Gassen über Sommer bis zur Winterbegrünungseinsaat im August flach gelockert, um die Wasserverdunstung zu reduzieren.
Unter den Rebzeilen wird der Boden je nach Wasserangebot mechanisch flach gelockert.
In trockenen Sommern bis zu zwei Mal, in nassen Sommern auch mal gar nicht. Die auf 1 m hoch gezogenen Rebstämme erlauben einen üppigen Unterbewuchs, ohne dass die Durchlüftung der Reben darunter leidet.

Schutz gegen tierische Schädlinge
Schädlinge und Nützlinge
Die unterschiedlichen Blüten in unseren vielfältig begrünten Rebgassen locken natürlich auch die unterschiedlichsten Insekten in den Weinberg, unter denen sich auch Gegenspieler etlicher Rebschädlinge befinden. Auch wenn es vermessen wäre, von einem ökologischen Gleichgewicht zu sprechen, so können Marienkäfer- und Florfliegenlarven, Ohrenkneifer, Spinnen und Raubmilben doch einen gewissen Beitrag zur ökologischen Schädlingsreduzierung leisten, unterstützt durch Feldsperlinge und Meisen, die durch die aufgehängten Nistkästen in unseren Weinbergen heimisch geworden sind. So finden saugende Insekten, wie Kräuselmilben, Rote Spinnen (eine Milbenart), Bohnenspinnmilben, Rebzikaden und Schildläuse ausreichend Gegenspieler und können unseren Reben keinen nennenswerten Schaden zufügen. Anders sieht es mit Eulenraupen und der rebspezifischen Spannerraupe Rhombenspanner aus, welche sich im Frühjahr über die aufbrechenden Rebknospen hermachen. Hier bleibt uns nur das Absammeln als umweltverträgliche und wirksame Maßnahme. Während wir den Rhombenspanner in der Regel beim Anbinden der Fruchtruten so nebenbei erwischen, lassen sich die Eulenraupen nur bei Dunkelheit auf frischer Tat ertappen. Die tagsüber flach unter der Erdoberfläche lebenden fetten grau-braunen Raupen klettern nachts am Rebstamm hoch und fressen alles frische Grün, das sich ihnen in den Weg stellt. Da bleibt nur der nächtliche Einsatz mit Taschen- oder Stirnlampen, um den gefräßigen „Nacht-Eulen“ den Garaus zu machen. Zum Glück sind beide Raupen nur Gelegenheitsschädlinge und nicht flächendeckend und in jedem Jahr schadensrelevant.

Traubenwickler
Dies trifft eher auf den einbindigen- und den bekreuzten Traubenwickler zu. Während die Raupen der ersten Generation nur an den Blütenständen fressen, was oft noch zu tolerieren ist, da schlimmstenfalls geringe Ertragseinbußen entstehen, gefährden die Raupen der 2. Generation die Traubenqualität erheblich. Sie fressen sich durch die Beerenhaut ins Beereninnere und schaffen so die Eintrittspforte für Schimmelpilze, die bei feuchtwarmer Witterung zum Verderb der Trauben durch Roh- und Sauerfäule führen können. Bei warmen Herbsttemperaturen kommen dann oft noch Essigstich und Sekundärpilze, wie Trichotecium und Penicillium hinzu. Dieser verhängnisvollen Kettenreaktion kann der Ökowinzer mit einem Bacterium namens Bacillus thuringiensis begegnen. Leider ist das Mittel relativ teuer und von sehr geringer Wirkungsdauer, so dass ein mehrmaliger Einsatz unumgänglich ist.

Sexualduftstoffe
Äußerst wirkungssicher und eleganter in der Anwendung dagegen ist es, die Falter der Wicklerraupen mit Ihren eigenen Waffen zu schlagen. Hierzu werden im Frühjahr die Sexualduftstoffe (Pheromone) der weiblichen Falter in dampfdurchlässigen Kapseln (Dispenser) gleichmäßig im Weinberg verteilt. Der männliche Falter, der sich nun zum Begattungsflug aufmacht, und sonst über den vom Weibchen ausströmenden Duft sicher zu ihm geführt wird, ist durch den allgegenwärtigen weiblichen Sexualduftstoff total verwirrt und findet seine Sexual-Partnerin nicht. Die Folge sind unbefruchtete Eier, aus denen keine Raupen schlüpfen können. Leider hat die kleinflächige Aushängung der Pheromone keine so guten Wirkungsgrade wie der Einsatz auf größeren zusammenhängenden Flächen, da aus den unbehandelten Nachbarparzellen befruchtete Weibchen einfliegen und ihre Eier ablegen können. Deshalb schließen sich vielerorts Winzer zu Anwendergemeinschaften zusammen und hängen die Pheromone in einer gemeinsamen Aktion aus. Für diese umweltfreundliche biotechnische Pflanzenschutzmaßnahme erhalten die beteiligten rheinland-pfälzischen Winzer eine Förderung aus EU- und Landesmitteln von derzeit 125,- € je ha. Damit verbleiben dem Winzer Kosten von ca. 150,- € je ha, die in etwa auch bei einem entsprechenden Insektizid-Einsatz entstehen würden.

Traubenwickler-Bekämpfung im Brühler Hof
Knapp ein drittel unserer Rebfläche bestücken wir im Rahmen einer 2010 gegründeten Anwender-Gemeinschaft mit Pheromonen. Ein gutes weiteres Drittel größerer Parzellen bestücken wir ohne Förderung mit den Dispensern. Für die kleineren Rebparzellen bleibt uns nur der Einsatz von Bacillus thuringiensis. Leider werden die Dispenser noch nicht aus biologisch abbaubarem Material angeboten. Um über die Jahre eine Vermüllung unserer Weinberge mit Plastik zu verhindern, sammeln wir die verbrauchten Dispener nach der Ernte wieder ein.

Rebmaus und Reblaus
Weitere rebspezifische Schadinsekten spielen in unseren Weinbergen keine große Rolle. Lediglich Mäuse, die sich in den mehrjährig dauerbegrünten Rebgassen sehr wohl fühlen, nagen im Herbst gelegentlich an den Trauben. Beim sehr früh reifenden Frühburgunder sind es mitunter auch Wespen, die an den Beeren fressen. Diese bis zur Ernte oft angefaulten, manchmal auch essigstichigen Beeren werden bei der Weinlese sorgfältig aussortiert.
Die berühmt-berüchtigte Reblaus, die in den Kriegs und Nachkriegsjahren dem deutschen Weinbau erheblich zugesetzt hat, ist heute kaum noch ein Thema.
Da die Reblaus weniger die Blätter, als vielmehr die Rebwurzeln schädigt, konnte man sie relativ einfach durch Aufpfropfen unserer europäischen Rebsorten auf reblausresistente Unterlagsreben amerikanischen Ursprungs unschädlich machen – ohne das so oft besungene „niedliche“ Tierchen auszurotten.

Vögel
Größere Bedeutung hat der Schutz der Trauben vor Vögeln. Da unsere Weinberge nicht an ausgedehnten Hecken oder an Waldrändern liegen, spielen Amseln und Drosseln kaum eine Rolle. Es sind die unter Naturschutz stehenden Stare, die uns das Leben schwer machen. Wirtschaftlich und wirkungsvoll sind vor allem akustische Maßnahmen. Traditionsgemäß kommen in Volxheim und Wöllstein selbstzündende Knall-Apparate im September und Oktober zum Einsatz. Sie verscheuchen die Starenschwärme vor allem bei unregelmäßigen Schussintervallen moderner Geräte recht sicher. Auf Betreiben sich belästigt fühlender Dorfbewohner werden die Knall-Apparate seit einigen Jahren sukzessiv durch „Vogel-Schreier“ ersetzt. Dies sind batteriebetriebene Geräte, die über Lautsprecher Greifvogelschreie und Warnschreie der Beutevögel ausstoßen. Die Wirkung ist verblüffend, und die Geräte werden im Dorf akustisch kaum wahrgenommen.

Schutz gegen Pilzkrankheiten
Elemente statt chemisch synthetisierter Stoffe
Wie aus den Ausführungen über die tierischen Schädlinge hervorgeht, richten sich die im ökologischen Weinbau notwendigen Spritzmaßnahmen selten gegen Schadinsekten, sondern fast immer gegen Pilzkrankheiten. Da die Schaderreger kaum kurativ, sondern grundsätzlich vorbeugend bekämpft werden müssen, kommt es zu relativ gleichmäßigen Spritzabständen. Je nach Witterung und Risikobereitschaft des Winzers betragen sie im ökologischen Weinbau 7 – 14 Tage. Wir selbst kommen im Schnitt der Jahre auf 8 Anwendungen im Abstand von durchschnittlich 10 Tagen. Gegenüber dem konventionellen Weinbau werden im ökologischen Anbau allerdings keine chemisch synthetischen Stoffe (in der Natur nicht vorkommend), sondern natürlich vorkommende Stoffe eingesetzt. So bekämpfen wir den echten Mehltaupilz Oidium mit Schwefel, Backpulver und gelegentlich mit Fenchelöl. Dem falschen Mehltaupilz Peronospora rücken wir bei Bedarf mit geringen Mengen von Kupfer zu Leibe. Das Element Kupfer ist ein Schwermetall, das sich im Boden anreichern kann, allerdings auch ein Spurennährstoff, ohne das die Rebe nicht gedeihen kann. Damit es zu keiner übermäßigen Anreicherung im Boden kommt, setzen wir Kupfer nicht obligatorisch bei jedem Spritztermin ein, sondern dosieren es nur zu, wenn auf Grund feuchtwarmer Witterung mit einer Peronospora-Infektion zu rechnen ist. So kamen wir im Schnitt der letzten drei Jahre mit nur 2 kg Kupfer / ha aus. 3 kg erlauben die strengen ECOVIN-Richtlinien. Eine weitere Verringerung des Kupfereinsatzes scheint bei Verwendung von Kalium-Phosphit möglich zu sein. Über die „Natürlichkeit“ dieses an sich harmlosen Stoffes streiten sich allerdings noch die Wissenschaftler.

Piwis
Die nachhaltigste Möglichkeit, den Pilzkrankheiten zu begegnen, bietet der Anbau pilztoleranter Rebsorten (Piwis). Durch Kreuzung unserer wohlschmeckenden, aber sehr anfälligen europäischen Rebsorten mit pilzresistenten amerikanischen Wildreben entstehen Rebsorten, die sowohl die positiven geschmacklichen Eigenschaften der europäischen Reben, wie auch eine gewisse Unempfindlichkeit gegen Pilzkrankheiten aufweisen.
Zu diesen Rebsorten gehören Regent, von dem wir bereits 1,1 ha angepflanzt haben, und Saphira, die auf 0,35 ha unserer Rebfläche steht. 2013 kommen noch 0,24 ha Muscaris hinzu. Bei diesen Piwis kommen wir mit dem halben Mitteleinsatz gegenüber den empfindlichen Sorten aus.

Licht und Luft
Sehr positiv im Kampf gegen Pilzkrankheiten wirkt sich auch eine luftige, gut besonnte Laubwand aus. Unsere großen Zeilenabstände von ca. 2,60 m verhindern eine gegenseitige Beschattung der Rebzeilen, wodurch die Reben nach Niederschlägen und morgendlichem Tau schneller abtrocknen. Die auf 1 m hoch gezogenen Rebstämme sorgen für eine gute Durchlüftung zischen Laubwand und Begrünungspflanzen.
Beseitigung von zu dicht stehenden Fruchttrieben und frühzeitiges Entfernen der Trauben bedeckenden Blätter sind ein weiterer Schritt im Kampf gegen Oidium und Peronospora, vor allem aber auch gegen frühen Schimmelpilzbefall (Botrytis) der Trauben.

Und wieder die Bodenbegrünung
Oft übersehen wird der positive Effekt der Begrünung der Rebgassen. Zum einen verhindert die Begrünung in sehr feuchten Perioden ein Überangebot an rebenverfügbarem Stickstoff, welcher zu aufgeblähten, dünnwandigen und somit sehr pilzempfindlichen Zellen führen würde. Zum anderen wurde nachgewiesen, dass von begrünten Rebgassen bedeutend weniger Peronospora-Erstinfektionen im Frühjahr infolge von Starkregenfällen ausgehen.

Stellschrauben
Über die Vielschichtigkeit des ökologischen Pflanzenschutzes macht sich der Weinfreund oft kein Bild. Ebenso wie es in der Humanmedizin wenig Sinn macht, die aufgetretenen Symptome mit irgendwelchen Mittelchen zu bekämpfen, ist auch ein Pflanzenschutz, der nur die Krankheiten und nicht die Ursachen ins Visier nimmt, zum Scheitern verurteilt. Die richtige Einstellung der vielen Stell-Schräubchen, an denen der Winzer drehen kann, bringt den Erfolg. Von der Aufhebung der Monokultur durch Begrünung, über Wasser und Nährstoffangebot, Nützlingsförderung, Laubarbeiten, Entblätterungsmaßnahmen, Standortwahl, Rebsortenwahl, Zeilen und Stockabstände, Wuchskraft der Unterlagsrebe, Einschätzung der Witterung und einige mehr, bieten sich dem Winzer immer wieder Möglichkeiten im richtigen Moment das Richtige zu tun. Sowohl unsere über 20jährige Erfahrung, wie auch wissenschaftliche Erkenntnisse helfen uns dabei.
Nur eines gibt es nicht: Ein einfaches und immer gültiges Rezept.

Der Wein ist das Ziel
Bestandsführung
Mit allen Arbeiten im Weinberg verfolgen wir letztlich das Hauptziel: Guter Wein. Ihn möchten wir in ausreichender Menge erzeugen und verkaufen, um auskömmliche Gewinne zur Sicherung unseres Arbeitsplatzes zu erzielen. Die Basis für guten Wein sind die Trauben. Neben der Boden- und Begrünungspflege, dem Pflanzenschutz mit all seinen Fassetten, dient die Bestandsführung der Reben der Erzeugung der Trauben. Wie die Trauben beschaffen sein sollen, darüber entscheidet schließlich die Art des angestrebten Weines. So fordert die Erzeugung eines fruchtigen Sommerweines mit verhaltenem Alkoholgehalt eine andere Bestandsführung als bei unserem Premium-Riesling namens „Eiskeil vom Wöllsteiner Äffchen“.
Beim Rebschnitt geht es los. Weil die Trauben für den Sommerwein nicht zu süß werden dürfen, werden mehr fruchtbringende Knospen belassen. Die Folge ist eine größere Erntemenge bei niedrigeren Zuckerwerten, die einen leichteren Wein bedingen. Beim Premium-Riesling hingegen wird schon beim Rebschnitt auf geringere Erntemengen hingearbeitet; vor oder während der Blüte vielleicht schon die Blätter vor den Trauben entfernt, danach evtl. die Traubenspitzen abgeschnitten und der Sommerschnitt der Triebspitzen hinausgezögert, um dem Dickenwachstum der Beeren entgegen zu wirken. Alles mit dem Ziel weniger, aber gehaltvollere Trauben zu ernten, die dann auch intensiveren Wein hervorbringen. Bei den roten Sorten achten wir auf eine gute Besonnung der sich bildenden Trauben, da hierdurch die Farbstoff- und Phenolbildung und auch der Säureabbau während der Reife gefördert werden.

Kein Jahr wie das andere
Wie beim Pflanzenschutz, so gibt es auch für die gewünschte Beschaffenheit der Trauben die verschiedenen Stell-Schauben, an denen wir drehen, um unser Ziel zu erreichen. Und das Spannende daran ist, dass bedingt durch die unterschiedliche Witterung von Jahr zu Jahr, uns jedes Jahr vor neue Herausforderungen stellt und nach anderen Lösungen verlangt. Schließlich gilt es in heißen, wie in kühlen, in trockenen, wie in nassen Jahren, Trauben zu erzeugen, die sich durch unsere liebevolle Zuwendung zu den von uns gewünschten und von unseren Kunden geschätzten Weinen entwickeln.

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